Was zur Hölle ist aus dieser Menschheit geworden?

Ich muss mich heute leider ein wenig auskotzen.
Man schaltet morgens die Nachrichten ein und möchte am liebsten direkt wieder die Decke über den Kopf ziehen. Wo man auch hinsieht, herrscht scheinbar der blanke Wahnsinn. Ich frage mich allen Ernstes, an welchem Punkt wir als Zivilisation eigentlich falsch abgebogen sind.
Da wären zuerst diese unzähligen, sinnlos geführten Kriege. Im 21. Jahrhundert, im Zeitalter von unbegrenztem Wissen und globaler Vernetzung, schießen Menschen immer noch wegen Machtgelüsten, territorialen Egospielen und verstaubten Ideologien aufeinander. Millionen Leben werden zerstört, Mütter trauern, Kinder verlieren ihre Heimat. Und wofür? Damit ein paar Mächtige auf Landkarten Striche verschieben können. Es ist absolut unbegreiflich, dass wir als Spezies emotional und geistig immer noch in der Steinzeit feststecken, während die Waffentechnologie Raumschiff-Niveau erreicht hat.
Und während wir uns gegenseitig die Köpfe einschlagen, brennt im wahrsten Sinne des Wortes die Hütte. Der Klimawandel ist längst keine abstrakte Warnung von Forschern mehr, sondern knochentrockene Realität. Flüsse trocknen aus, ganze Regionen versinken in jahrelanger Dürre, Ernten verbrennen auf den Feldern und Wälder gehen flächendeckend in Flammen auf. Aber anstatt konsequent zu handeln, wird auf politischer und wirtschaftlicher Ebene weiter palavert, verschoben und kleingeredet. Wir sägen mit einer Seelenruhe an dem Ast, auf dem wir alle sitzen, und tun so, als könnte man Geld fressen, wenn erst mal der letzte Tropfen Wasser verdunstet ist.
Apropos Geld: Wer versteht bitte noch diese globale Finanzkrise? Die Inflation frisst das Ersparte der normalen Bevölkerung auf, die Mieten schießen durch die Decke und der alltägliche Wocheneinkauf fühlt sich mittlerweile an wie ein Luxusurlaub. Während der einfache Arbeiter kaum noch weiß, wie er am Ende des Monats die Stromrechnung zahlen soll, streichen Konzerne Rekordgewinne ein und Spekulanten jonglieren an den Börsen mit Summen, die sich kein normaler Mensch vorstellen kann. Das System ist schlichtweg kaputt, ungerecht und absolut giergetrieben.
Als ob all das nicht schon reichen würde, schauen wir hierzulande völlig tatenlos dabei zu, wie wir wirtschaftlich und technologisch den Anschluss verlieren. Deutschland hat die Digitalisierung schlichtweg komplett verschlafen. Während der Rest der Welt auf modernste KI-Infrastrukturen, automatisierte Verwaltungen und flächendeckendes Highspeed-Internet setzt, kämpfen wir in den Behörden immer noch mit Faxgeräten, Zettelwirtschaft und monatelangen Bearbeitungszeiten für den kleinsten Antrag. Funklöcher gehören auf dem Land immer noch zum guten Ton und digitale Bildung scheitert oft schon am fehlenden WLAN in der Schule. Es ist eine Mischung aus bürokratischem Irrsinn, Bequemlichkeit und absoluter Verweigerung von Fortschritt. Wir verwalten den Mangel, anstatt Zukunft zu gestalten.
Ich verstehe es einfach nicht mehr. Haben wir als Menschheit komplett den Verstand und jegliches Mitgefühl verloren? Es könnte alles so einfach sein, wenn man nur ein klein wenig Verstand, Barmherzigkeit und Weitblick walten ließe. Stattdessen steuern wir sehenden Auges gegen die Wand und drücken dabei noch aufs Gaspedal.

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